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BRAIN DAY 2026

Header mit Informationen zum Brain Day 2026: Die Veranstaltung findet am 16. September 2026 von 13:00 bis 17:00 Uhr im Veranstaltungszentrum statt.

Einblicke in eine faszinierende Welt - darum geht es einmal pro Jahr an der Ruhr-Universität Bochum, wenn die Neurowissenschaftler*innen zum BRAIN DAY ins Veranstaltungszentrum einladen.
Ein Tag im Zeichen der Bochumer Neurowissenschaften mit Vorträgen, Informationen und Mitmachaktionen. Alle Besucher*innen sind eingeladen zu schauen, zu hören, zu fühlen, nachzufragen und mitzumachen.

Anmeldung

Die Teilnahme am BRAIN DAY ist kostenfrei.
Um Anmeldung wird gebeten unter: brain-news-igsn@rub.de oder Telefon: +49 (0)234 32 26682 (Montag bis Mittwoch, 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr)

Programm

13:00 Uhr
Foto von einem anatomischen Modell des menschlichen Kopfes.
Beginn des Rahmenprogramms
  • Präsentationsstände der Selbsthilfegruppen
  • Mitmachaktionen

13:30 Uhr
Profilbild von Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan
Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan
Willkommen & Eröffnung

Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan
Direktorin und Studiendekanin der International Graduate School of Neuroscience


13:45 Uhr
Prof. Dr. Ulrike Bingel
Prof. Dr. Ulrike Bingel
Du bist Teil der Wirkung! – Wie aus Erwartung Therapieeffekte werden

Unsere Erwartungen können beeinflussen, wie gut Behandlungen wirken. Der Vortrag erklärt verständlich, was hinter Plazebo- und Nozeboeffekten steckt, wie das Gehirn die körpereigene Apotheke aktiviert und warum dieses Wissen helfen kann, Therapien wirksamer und verträglicher zu machen.
(Prof. Dr. Ulrike Bingel, Klinische Neurowissenschaften, Zentrum für universitäre Schmerzmedizin, Universitätsklinik Essen)


14:15 Uhr
Prof. Dr. Jutta Peterburs
Prof. Dr. Jutta Peterburs
Das Kleinhirn als „Vorhersager“ – Faszinierende Einblicke in die Rolle des Kleinhirns beim Lernen aus Versuch und Irrtum

Während lange davon ausgegangen wurde, dass das Kleinhirn nur an der Koordination und dem Erlernen von Bewegungen beteiligt ist, wissen wir mittlerweile, dass es auch bei einer Vielzahl von kognitiven Funktionen (=Denkprozessen) eine wichtige Rolle spielt. In meiner Forschung untersuche ich, wie das Kleinhirn an kognitiven Lernprozessen, z.B. dem Lernen aus Versuch und Irrtum, beteiligt ist. Das Kleinhirn spielt eine wichtige Rolle für die Vorhersage von Verhaltenskonsequenzen. Es ist insbesondere an der Verarbeitung von Vorhersagefehlern, zu denen es bei unerwarteten Verhaltenskonsequenzen kommt, beteiligt. In meinem Vortrag werde ich darstellen, wie sich eine Schädigung oder Dysfunktion des Kleinhirns auf die Verarbeitung von Vorhersagefehlern auswirkt. In mehreren Studien haben wir Patient:innen mit Schlaganfällen, die ausschließlich das Kleinhirn betrafen, untersucht, sowie mittels nicht-invasiver Neurostimulation die Funktion des Kleinhirns bei gesunden Personen kurzzeitig gestört. Die Ergebnisse der Studien zeige eine direkte Beteiligung des Kleinhirns an der Verarbeitung (kognitiver) Vorhersagefehler.
(Prof. Dr. Jutta Peterburs, Medizinische Psychologie, MSH Medical School Hamburg - University of Applied Sciences and Medical University)


14:45 Uhr
Foto von einem anatomischen Modell des menschlichen Kopfes.
Rahmenprogramm
  • Präsentationsstände der Selbsthilfegruppen
  • Mitmachaktionen

16:00 Uhr
Dr. Julian Packheiser
Dr. Julian Packheiser
Mechanismen und gesundheitlicher Nutzen von sozialen Berührungen

Soziale Berührungen sind ein fundamentaler Bestandteil menschlicher Interaktion. Schon von Geburt an erleben wir Berührungen, um Nähe und Geborgenheit vermittelt zu bekommen. Ziel des Vortrags ist es, zu erklären, warum wir Berührungen als besonders angenehm empfinden und warum Berührungen als Intervention für die Gesundheit so effektiv sind. Außerdem wird ein Blick in die Zukunft gewährt, da Berührungen möglicherweise gar nicht mehr mit anderen Menschen ausgetauscht werden müssen, sondern durch Interaktionen mit sozialen Robotern ersetzt werden könnten.
(Dr. Julian Packheiser, Soziale Neurowissenschaften, Medizinische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum)


16:30 Uhr
Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün
Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün
Die parallele Evolution von Intelligenz – Sind Krähen so schlau wie Schimpansen?

Schimpansen sind sehr intelligent und verfügen daher über ein großes Gehirn (400g) mit einer ausgedehnten Hirnrinde. Im Vergleich dazu haben Krähen und Papageien nur ein kleines Gehirn von 8 - 25g und keine Hirnrinde. Trotzdem gibt es keine einzige Intelligenzleistung von Schimpansen, die nicht auch bei diesen Vögeln nachgewiesen wurde. Wie ist das möglich? Diese Frage lässt mich nachts nicht schlafen, da sie grundlegende Erkenntnisse der Hirnforschung in Frage stellt. Mir ist inzwischen klar geworden, dass ich weit in die Vergangenheit der Evolution zurückreisen muss, um diese Frage zu beantworten. In diesem Vortrag geht es um diese Reise.
(Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün, Biopsychologie, Institut für Kognitive Neurowissenschaft, Fakultät für Psychologie, Ruhr-Universität Bochum)

Mitmachaktionen

Eine Collage, die verschiedene Personen zeigt, die in virtuelle Realitätserfahrungen vertieft sind sowie ein Plastikmodell eines menschlichen Kopfes.
Kommen Sie mit den Neurowissenschaftler*innen der Ruhr-Universität Bochum ins Gespräch:

Beim diesjährigen Brain Day präsentiert der Sonderforschungsbereich Extinktionslernen seine Forschung zu den Themen Lernen, Vergessen und Erinnern. Seit rund 10 Jahren erforschen Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Fächern gemeinsam das Gedächtnis. Beim Brain Day zeigen die Forscher*innen in einem Miniaturmuseum und mit interaktiven Stationen, wie sie arbeiten, woran sie forschen und was sie bisher herausgefunden haben.

Erleben Sie die Zukunft der Mensch-Maschine-Kommunikation und Brain-Computer-Interfaces hautnah. Testen Sie selbst, wie Ihre Gehirnaktivität mittels EEG-Signalen gemessen und in Steuerbefehle übersetzt wird – eine faszinierende Technologie, die bspw. Menschen mit motorischen Einschränkungen neue Möglichkeiten eröffnet. Mitarbeitende des NeuroMedTec Labors der FH Dortmund zeigen Ihnen live, wie moderne Neurotechnologie funktioniert und beantworten Ihre Fragen zur Forschung an der Schnittstelle von Medizin, Informatik und Technik.

Wohlfühlen für die Wissenschaft: Mitarbeitende der Abteilung für Sozialpsychologie werden mechanische Umarmungskissen und Kuscheltiere präsentieren, mit denen aktuell Studien zu Berührungen durchgeführt werden. Außerdem wird eine App, mit der Stimmung und Einsamkeit im alltäglichen Leben abgefragt werden, vorgestellt.

Unsere Sinne im Test: Wie verarbeitet unser Gehirn Sinneseindrücke, und wie werden diese im EEG dargestellt? Mitarbeitende des Lehrstuhls für Neurophysiologie werden diese Fragen mit spannenden Experimenten beantworten. Tauchen Sie ein in die wunderbare Welt der Sinne!

Wo liegen eigentlich Hippocampus, Cerebellum oder Hirnanhangdrüse? Die Forschenden der Abteilung Cytologie helfen Ihnen, sich im Gehirn zurechtzufinden. Erforschen Sie das erstaunlichste menschliche Organ unter dem Mikroskop oder anhand von Exponaten und Schaubildern.

Präsentation der Selbsthilfegruppen


Anreise

Anreise ÖPNV: U35 Haltestelle Ruhr-Universität, Eingang durch die Mensa, mit dem Fahrstuhl in die Ebene 04. (Download der ausführlichen Wegbeschreibung hier.)

Anreise PKW: über Universitätsstraße, Parkhaus 9, Wegweisern folgen.

Allgemeine Hinweise zur Anreise zur Ruhr-Universität Bochum hier.

Mit Veranstaltungen wie dem BRAIN DAY lassen die Neurowissenschaftler*innen der RUB die Öffentlichkeit an ihrer Forschung teilhaben. Die Veranstaltung gilt als Forum der Begegnung, zum regen Austausch zwischen Patient*innen, Forscher*innen, Ärzt*innen und allen interessierten Gästen.

Ausrichter des BRAIN DAYs ist die International School of Neuroscience (IGSN). 2026 wird sie hierbei unterstützt vom Research Department of Neuroscience und dem Sonderforschungsbereich 1280 der Ruhr-Universität Bochum.